Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim

                

Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit Land Brandenburg

Nach Vereinbarung mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Brandenburg K.d.ö.R. 

haben wir am 27.01.2007 das Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit eröffnet.

Unsere Kooperationspartner haben uns ihre Räume für unser Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt:

Standorte

Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim e.V.

Berliner Str. 52, 16321 Bernau bei Berlin

Jüdische Gemeinde Frankfurt (Oder)

Halbe Stadt 30, 15230 Frankfurt (Oder)

Jüdische Gemeinde Königs Wusterhausen e.V.

Schulweg 14, 15711 Königs Wusterhausen

Jüdische Gemeinde Landkreis Ober Havel e.V. 

Sachsenhausener Str. 2 , 16515 Oranienburg  

Jüdische Gemeinde Cottbus e.V.

Spremberger Str. 29, 03046 Cottbus       

Chabad Lubawitsch Brandenburg e.V.

Kiezstraße 21A, 14467 Potsdam

Chewra Kadischa (Heilige Bruderschaft) e.V.

Puschkinallee 18, 14469 Potsdam 

Afrikanische Kulturverein Palanca e.V.

Coppistraße 1, 16227 Eberswalde

Klub Neue Zeiten e.V.  

Walter-Ausländer-Str. 1, 14772 Brandenburg an der Havel

 Antisemitismusbeauftragte   

Beauftragte gegen Antisemitismus  und Beauftragte für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften im Land Brandenburg 

Ansprechpartner für Gemeindemitglieder in Jüdischen Gemeinden im Land Brandenburg und Brandenburger Bürger, die sich antisemitischen Attacken und Diskriminierungen ausgesetzt sehen. Von antisemitischen Übergriffen betroffene Personen können sich zur Beratung und Hilfe an uns wenden.

Die Beauftragte ist Ansprechpartner auf Bundes-, Landes- und Regionalebene für Antisemitismusbekämpfung im Land Brandenburg von Seiten Landesverband der Jüdischen Gemeinden Land Brandenburg K.ö.d.R.

Hauptaufgaben der Antisemitismusbeauftragten :

-   Aufbau und Koordinierung der Melde- und Informationsstellen zur Erfassung von antisemitischen Übergriffen im Land Brandenburg

-   Initiierung und Entwicklung von Maßnahmen für den Kampf gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit im Land Brandenburg 

-   Dialog und ständige Zusammenarbeit mit Evangelischen Kirchen, Katholischen Kirchen und Vertretern der islamischen Glaubensgemeinschaften mit dem Ziel, Auf- und Ausbau des gegenseitigen Verständnisses sowie 
Entwicklung von 
gemeinsamen Projekten gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung

Kontakt: jmczusammenarbeit@mail.ru


Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit

Unsere zentralen Aufgaben:

1. Melde- und Informationsstellen zur Erfassung von 

antisemitischen Übergriffen im Land Brandenburg

  • Regelmäßige Beratungsangebote an sieben Standorten im Land Brandenburg
  • Mobile  Beratung in verschiedenen Orten im Land Brandenburg

in 4 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Hebräisch)

Bernau, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Königs Wusterhausen, Cottbus, Potsdam, Oranienburg

Kontakt: antisemitismusalarm-brandenburg@mail.ru

2. Melde- und Informationsstellen zur Erfassung von islamfeindlichen Übergriffen im Land Brandenburg 

Beratungsangebote an drei  Standorten im Land Brandenburg

in 4 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Arabisch)

Bernau, Brandenburg an der Havel, Eberswalde

3. Regionale Antidiskriminierungsberatungsstellen in 4 Orten im Land Brandenburg

  • Regelmäßige Beratungsangebote an vier Standorten im Land Brandenburg
  • Mobile Beratung in verschiedenen Orten im Land Brandenburg

nach Bedarf in 5 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)

Bernau, Eberswalde, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder)

4.  Organisation und Koordinierung von:

  • Beratung und Unterstützung der Betroffenen von  Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung im Land  Brandenburg

   Hilfsmaßnahmen, Seelsorge, Rechtsberatung

  • Einleitung von Hilfsmaßnahmen und Schulungen für      Betroffene von rassistischer Diskriminierung
  • Bildung von Selbsthilfegruppen - für Opfer von Antisemitismus mit Diskriminierungsgefühlen und Ängsten

 5. Netzwerk Holocaust-Überlebende Land Brandenburg

Gesellschaft Shoah-Überlebende und Zeitzeugen 

101 Opfer des Holocaust mit Bestätigung der Claims Conference.



Ziele:

·       Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland

·       Interessenvertretung und Vernetzung von Shoah-Überlebenden im Land Brandenburg

·       Förderung der Erinnerungskultur

Selbsthilfegruppe      Bernau

Selbsthilfegruppe      Cottbus

Selbsthilfegruppe      Frankfurt (Oder)

Selbsthilfegruppe      Königs Wusterhausen

Selbsthilfegruppe      Potsdam

Selbsthilfegruppe      Oranienburg 

 6. Treffpunkt für Holocaustüberlebende " Kadima"

Wir bieten den Überlebenden und ihren Familien einen Ort für Kontakt und Austausch, erleichtern ihnen den Zugang zu sozialen, kulturellen und religiösen Angeboten und bieten eine spezielle Beratung und Betreuung an.

Unser Treffpunkt ist für viele Besucher zu einem wichtigen Bestandteil ihres sozialen Lebens geworden - für viele der einzige Kontakt zu anderen Menschen ihrer Generation. Neben dieser wichtigen Funktion versteht sich der Treffpunkt auch als Brücke zu bestehenden sozialen Angeboten und Diensten. 

 "Wir wissen aus Erfahrung, wie wichtig für die Holocaustüberlebende ein Treffpunkt ist, der ihnen eine Begegnung mit Schicksalsgenossen und mit einem einfühlenden Betreuerteam ermöglicht.  


7. Entwicklung und Betreuung von Projekten für den Kampf gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit

Wir haben 56 Kooperationspartner im Land Brandenburg

Migrantenorganisationen, Vereine, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Religionsgemeinschaften, Kirchengemeinden

 7.1  Geschichtsabende

geeignet für Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr und für Erwachsene und Senioren.

Bei diesen Veranstaltungen wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, Geschichten, Ereignisse und Eindrücke des Holocaust von erster Hand zu erfahren. Dabei werden authentisch Erfahrungen übermittelt und es wird auf Fragen geantwortet.

Hiermit sieht man den Holocaust aus einer besonderen Perspektive.

Überlebende  Opfer des Holocaust erzählen über ihr Leben nach dem Holocaust, eigene Geschichten und Familiengeschichten, sowie beantworten Fragen der Teilnehmer. Die Opfer des Holocaust erzählen über ihre Gefühle, Ängste und Wünsche für die Zukunft.

7.2 Projekttage für Schulkinder:

Vorschläge für Projekttage und Unterrichtsstunden für Schulklassen bzw. Themennachmittage für Jugendklubs

- Antisemitismus und Antijudaismus (Geschichte und Gegenwart)

- Jüdische Zuwanderer und jüdisches Leben in Bernau, Gesprächsrunden mit jungen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und Ehrenamtlichen

- Das Jüdische Volk (Herkunft, Besonderheiten, Unterschiede, was bedeutet es für den Einzelnen, jüdisch zu sein)

- Jüdische Diaspora, Gründung des Staates Israel

- Jüdische Kultur (Feste, Musik, Werte, Essen, Sprache, Kunst)

- Die Jüdische Religion (Feiertage, Symbole, Zeremonien, Synagogen, Gebete, heilige Bücher, heilige Stätten)

- Der Holocaust: Antijüdische Gesetze,  Gelber Stern, Exil, Aufstand im Warschauer Ghetto, Konzentrationslager, Vernichtung

- Gesprächsrunde mit Opfern des Holocaust: Dr. Viktor Epstein (Lebensgeschichte, Leningrad während der Blockadezeit) und andere.

7.3 Kinderprojekt: "Was heißt jüdisch sein"

7.4 Projekt im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus "Gelber Stern"

7.5 "Jüdische Wochen im Landkreis Barnim"

Aufklärung der Menschen, vor allem der Jugendlichen, über Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens und Förderung eines größeren Verständnisses für jüdische Zuwanderer   

Den Mitbürgern wird die Möglichkeit geboten, Juden und die Jüdische Gemeinde “hautnah” kennen zu lernen.   

8.  Werkstatt für ein friedliches Zusammenleben und Frieden unter den Religionen im Land Brandenburg 

Muslimisch-Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 
Muslimisch-Christlich-Jüdische Begegnungsabende/Kulturaustausch

9.  Radikalisierungsprävention / Konfliktprävention

 Beratungs- und Bildungsangebote zu den Themen:   

  • Interkulturelle und interreligiöse Kompetenz
  • Schulungen für ein friedliches Leben  miteinander
  • Toleranz und Demokratie
  • Zusammenleben von Menschen mit und ohne  Migrationshintergrund
  • Ankommens-/Willkommenskultur
  • Maßnahmen zum  positiven Verständnis  kultureller und religiöser Unterschiede
  • Gesprächsrunde mit Opfern des Holocaust für  Flüchtlinge

in 5 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)

10. Politische Bildungsangebote

Spezielle Angebote für Spätaussiedler, Projekte für jüdische Zuwanderer und Zugewanderte mit muslimischen Hintergrund in 5 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)

Seminare - Workshops

  • Friedliches  Zusammenleben von Christen, Juden und Muslime im Land Brandenburg 
  • "Antisemitismus   – Erfahrungen, Informationen, Argumente"
  • Deutschland ist ein demokratisches Land
  • "Zusammenleben"
  • “Wie schütze ich mich vor Diskriminierung?”
  • AGG Gesetz

Politische Bildungsangebote für Flüchtlinge

  • Spezielle Projekte für tschetschenische Flüchtlinge   
  • Spezielle Projekte für syrische Flüchtlinge 

In Migrantenorganisationen (Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen, Religionsgemeinschaften), in erster Linie in den Jüdischen Gemeinden, wird das Verständnis für politische Sachverhalte gefördert, das demokratische Bewusstsein gefestigt und die Bereitschaft zu politischer Mitarbeit gestärkt.


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Weitere Möglichkeiten Antidiskriminierungsberatung




Fachstelle Antidiskriminierung der Opferperspektive e.V.   
 

Kontakt zur Antidiskriminierungsberatung Brandenburg

 

Antidiskriminierungsberatung Brandenburg/Opferperspektive e.V.
Rudolf-Breitscheid-Straße 164
14482 Potsdam
Telefon: 0331 – 58 10 7676
Telefax: 0331 – 8170001
E-Mail: antidiskriminierung(at)opferperspektive(.)de