Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim e.V.

    
 




Diese Auszeichnung hat eine große Bedeutung für uns als Anerkennung für unsere 22 jährige Arbeit. Wir danken Bündnis für Demokratie und UntertToleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT), 


Grundung


Nach Vereinbarung mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Brandenburg K.d.ö.R.

haben wir am 27.01.2007 das Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit eröffnet.


Unser Engagement

Das ZGA arbeitet sowohl gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamfeindlichkeit und Radikalisierung, als auch für den Erhalt demokratischer Werte, einer aktiven Erinnerungskultur, dem Wiederaufbau und der Stärkung und Sicherung Jüdischen Lebens in unserer Gesellschaft.

Wir fördern bürgerschaftliches Engagement, gesellschaftliche Verantwortung und politische Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte. Ebenso setzen wirt uns aktiv für den Schutz und die Wahrung der Rechte, für Hilfeleistungen und für persönliche Unterstützung von Betroffenen und Gefährdeten von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und allen Formen von Diskriminierung ein.

Das ZGA verfolgt das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen. Wir entwickeln als eine der ersten Organisationen erfolgreich Jüdisch-Muslimisch-Christliche Zusammenarbeit.Des Weiteren motivieren, initiieren und bilden wir Migrantenorganisationen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus. Das ZGA entwickelt und bildet Ankommenskulturgruppen und organisiert politische Bildung für Geflüchtete.

Warum wir uns engagieren


Wir kamen als jüdische Zuwanderer nach Deutschland. Unsere Kinder und Enkel wachsen hier auf und unsere Eltern finden hier ihren Frieden. Dank der freiheitlich demokratischen deutschen Gesellschaft konnten wir unsere jüdische Identität wiedergewinnen und ein neues Zuhause finden. Dafür empfinden wir tiefste Dankbarkeit.

Wichtige Basis und entscheidender Grund für unsere Migration nach Deutschland war die Tatsache und Hoffnung, dass in der geschichtsbewussten Gesellschaft Deutschlands nach dem katastrophalen Genozid an der jüdischen Bevölkerung, dem Holocaust, weiterer, folgender Antisemitismus unmöglich fortbestehen könne.

Leider sind Jüdischen Einrichtungen und Jüdische Zuwanderer seit den 2000er Jahren wieder öfter Zeugen und Opfer antisemitischer Straftaten, persönlicher Übergriffe und institutioneller und personeller Diskriminierung geworden.

Die Jüdischen Gemeinden wandten sich mit dem Ruf nach Zusammenarbeit und Unterstützung an unterschiedliche Organisationen und staatliche Einrichtung, die sich gegen Diskriminierung engagierten oder verantwortlich waren. Leider wurde uns deutlich gemacht, dass eine Zusammenarbeit gegen Antisemitismus nicht möglich sei, da es weder personelle, noch finanzielle Ressourcen dafür gab. Im Land Brandenburg schien es einen Mangel an Bewusstsein für Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Xenophobie zu geben. Der Umfang dieser Problematik wurde kaum bis nicht wahrgenommen, uns waren keine kultursensiblen Anlaufstellen für Betroffene von Antisemitismus bekannt.

Als uns bewusst wurde, dass es keine organisierten Strukturen und wirksamen Präventionsmaßnahmen in der Arbeit gegen Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gab und bis dahin niemand mit der Jüdischen Diaspora kooperiert hat, entwickelten wir im Jahr 2000 erste eigene Projekte. 2007 gründeten wir folglich unser Zentrum auf den Grundlagen der Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung des Landes Brandenburg nach Sicherheit und friedlichem Zusammenleben. Wir als Teil der Gesellschaft sind verpflichtet, Mitverantwortung zum Wohle unseres Landes zu tragen. Durch gemeinsames Engagement und gegenseitigen Respekt aller Menschen, unabhängig ihrer Besonderheiten, können wir ein friedvolles Zusammenleben gestalten. Die Grundsteine dafür sind unter anderem politische Bildung und gesellschaftliche Mitverantwortung. Das motiviert unser persönliches Engagement für unsere Gesellschaft.


Bundesweit:

Wir sind bundesweit zur Anlaufstelle und zum Ratgeber für Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften u.a. geworden. Das ZGA baut ein Netzwerk gegen Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für ein friedliches Zusammenleben auf.

Es vernetzt über 500 Organisationen, die zu folgenden Bundesverbänden und Organisationen gehören:


- Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. (ZMD)

- Bundesverband russischsprachiger Eltern (BVRE)

- Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD)

- Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI)

- JUMU Deutschland gGmbH

- Dachverband der Migrantenorganisationen in  Ostdeutschland e.V. (DaMost)


Diese unterstützen wir mit jahrelanger Erfahrung und Methodik. Wir stehen in engem Austausch mit ihren Mitgliedern.

Das ZGA zeigt auf, wie viel Potenzial durch Kooperationen unterschiedlicher Organisationen gewonnen wird. 

Wir motivieren und initiieren Zusammenarbeit, betreuen diese mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln wie Praktika, passende Methoden, Strukturen, Kooperationspartner, inhaltliche Hilfestellungen und wären im Gegenzug ohne die inhaltliche, finanzielle und vertrauensvolle Unterstützung unserer Partner nicht im Stande, unseren gesellschaftlichen Dienst zu leisten.

Wir planen Publikationen mit methodischen Empfehlungen für interreligiöse Zusammenarbeit.

Als Gesellschafter der JUMU Deutschland gGmbH haben wir bundesweit bewiesen, dass jüdisch-muslimische Zusammenarbeit hervorragend und zum Wohle der Gesellschaft funktioniert. Unsere Modelle können als Vorbild für andere Organisationen dienen und auf sie übertragen werden. 



Engagement für das Land Brandenburg:

Unsere Kooperationspartner haben uns ihre Räume für unser Zentrum gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt:


Standorte

Jüdische Gemeinde Landkreis Barnim e.V.

Berliner Str. 52, 16321 Bernau bei Berlin


Jüdische Gemeinde Frankfurt (Oder)

Halbe Stadt 30, 15230 Frankfurt (Oder)


Jüdische Gemeinde Königs Wusterhausen e.V.

Schulweg 14, 15711 Königs Wusterhausen


Jüdische Gemeinde Landkreis Ober Havel e.V.

Sachsenhausener Str. 2 , 16515 Oranienburg


Jüdische Gemeinde Cottbus e.V.

Spremberger Str. 29, 03046 Cottbus


Chewra Kadischa (Heilige Bruderschaft) e.V.

Puschkinallee 18, 14469 Potsdam


Klub Neue Zeiten e.V.

Walter-Ausländer-Str. 1, 14772 Brandenburg an der Havel







Unsere zentralen Aufgaben:


Melde- und Informationsstellen zur Erfassung von

antisemitischen Übergriffen im Land Br andenburg


Bernau, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder),

Königs Wusterhausen, Cottbus, Potsdam, Oranienburg




  • Regelmäßige Beratungsangebote an sieben Standorten im Land Brandenburg
  • Mobile Beratung in verschiedenen Orten im Land Brandenburg

in 4 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Hebräisch)

Kontakt: 

antisemitismusalarm-brandenburg@mail.ru



Kooperationspartner:

RIAS Brandenburg

c/o Fachstelle Antisemitismus Brandenburg

am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V.

moses@mmz.uni-potsdam.de

Am Neuen Markt 8

14467 Potsdam

Ansprechpartner/in: Evelyn Borchardt

Datenschutzerklärung des Trägers:

https://www.mmz-potsdam.de/datenschutz.html

Emailadresse: kontakt@rias-brandenburg.de


Melde- und Informationsstellen zur Erfassung von islamfeindlichen Übergriffen 



Beratungsangebote an drei  Standorten im Land Brandenburg


in 4 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Arabisch)

Bernau

Kooperationspartner:

JUMU Deutschland gGmbH





Regionale Antidiskriminierungsberatungsstellen 


in 6 Orten im Land Brandenburg


Bernau, Brandenburg an der Havel, Oranienburg, Potsdam, Cottbus, Königs Wusterhausen

Nach Bedarf in 5 Sprachen 

( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)






Organisation und Koordinierung von:

Beratung und Unterstützung der Betroffenen von  Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung im Land  Brandenburg


Einleitung von Hilfsmaßnahmen
und Schulungen für Betroffene von rassistischer Diskriminierung


Bildung von Selbsthilfegruppen - für Opfer von Antisemitismus mit Diskriminierungsgefühlen und Ängsten


Jüdische Seelsorge

Seelsorge 



Entwicklung und Betreuung von Projekten für den Kampf gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit


Wir haben 69 Kooperationspartner im Land Brandenburg

Migrantenorganisationen, Vereine, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Religionsgemeinschaften, Kirchengemeinden













Projekttage für Schulkinder:

Vorschläge für Projekttage und Unterrichtsstunden für Schulklassen bzw. Themennachmittage für Jugendklubs


  • Antisemitismus und Antijudaismus (Geschichte und Gegenwart)
  • Jüdische Zuwanderer und jüdisches Leben in Bernau, Gesprächsrunden mit jungen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde und Ehrenamtlichen
  • Das Jüdische Volk (Herkunft, Besonderheiten, Unterschiede, was bedeutet es für den Einzelnen, jüdisch zu sein)
  • Jüdische Diaspora, Gründung des Staates Israel
  • Jüdische Kultur (Feste, Musik, Werte, Essen, Sprache, Kunst)
  • Die Jüdische Religion (Feiertage, Symbole, Zeremonien, Synagogen, Gebete, heilige Bücher, heilige Stätten)
  • Der Holocaust: Antijüdische Gesetze, Gelber Stern, Exil, Aufstand im Warschauer Ghetto, Konzentrationslager, Vernichtung
  • Gesprächsrunde mit Opfern des Holocaust: Dr. Viktor Epstein (Lebensgeschichte, Leningrad während der Blockadezeit) und andere.

Kinderprojekt: "Was heißt jüdisch sein"


Aufklärung der Menschen, vor allem der Jugendlichen, über Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens und Förderung eines größeren Verständnisses für jüdische Zuwanderer

Den Mitbürgern wird die Möglichkeit geboten, Juden und die Jüdische Gemeinde “hautnah” kennen zu lernen.   

Geschichtsabende

geeignet für Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr und für Erwachsene 


Bei diesen Veranstaltungen wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, Geschichten, Ereignisse und Eindrücke des Holocaust von erster Hand zu erfahren. Dabei werden authentisch Erfahrungen übermittelt und es wird auf Fragen geantwortet.

Hiermit sieht man den Holocaust aus einer besonderen Perspektive.

Überlebende  Opfer des Holocaust erzählen über ihr Leben nach dem Holocaust, eigene Geschichten und Familiengeschichten, sowie beantworten Fragen der Teilnehmer. Die Opfer des Holocaust erzählen über ihre Gefühle, Ängste und Wünsche für die Zukunft.

Koopreationspartner 

Netzwerk Holocaust-Überlebende Land Brandenburg

Gesellschaft Shoah-Überlebende und Zeitzeugen

99 Opfer des Holocaust mit Bestätigung der Claims Conference.
















Projekt BAKOTUKI


Gefördert vom:






 



Netzwerk Holocaust-Überlebende Land Brandenburg

Gesellschaft Shoah-Überlebende und Zeitzeugen


99 Opfer des Holocaust mit Bestätigung der Claims Conference.


Ziele:

  • Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland
  • Interessenvertretung und Vernetzung von Shoah-Überlebenden im Land Brandenburg
  • Förderung der Erinnerungskultur


Selbsthilfegruppe Bernau

Selbsthilfegruppe Cottbus

Selbsthilfegruppe Frankfurt (Oder)

Selbsthilfegruppe Königs Wusterhausen

Selbsthilfegruppe Potsdam

Selbsthilfegruppe Oranienburg


Kontakt: 

shoah-ueberlebende-brandenburg@mail.ru

Treffpunkt für Holocaustüberlebende " Kadima"

Wir bieten den Überlebenden und ihren Familien einen Ort für Kontakt und Austausch, erleichtern ihnen den Zugang zu sozialen, kulturellen und religiösen Angeboten und bieten eine spezielle Beratung und Betreuung an.

Unser Treffpunkt ist für viele Besucher zu einem wichtigen Bestandteil ihres sozialen Lebens geworden - für viele der einzige Kontakt zu anderen Menschen ihrer Generation. Neben dieser wichtigen Funktion versteht sich der Treffpunkt auch als Brücke zu bestehenden sozialen Angeboten und Diensten.

"Wir wissen aus Erfahrung, wie wichtig für die Holocaustüberlebende ein Treffpunkt ist, der ihnen eine Begegnung mit Schicksalsgenossen und mit einem einfühlenden Betreuerteam ermöglicht.  






Werkstatt für ein friedliches Zusammenleben und Frieden unter den Religionen im Land Brandenburg 



Muslimisch-Christlich-Jüdische Zusammenarbeit


  • Muslimisch-Christlich-Jüdische Begegnungsabende/Kulturaustausch
  • Interreligiöse Begegnung
  • Radikalisierungsprävention / Konfliktprävention
    Beratungs- und Bildungsangebote
    Themen:
  • Interkulturelle und interreligiöse Kompetenz
  • Schulungen für ein friedliches Leben miteinander
  • Toleranz und Demokratie
  • Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund
  • Ankommens-/Willkommenskultur
  • Maßnahmen zum positiven Verständnis kultureller und religiöser Unterschiede
  • Gesprächsrunde mit Opfern des Holocaust für Flüchtlinge

in 5 Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)

Interkulturelle Wochen 

Kooperationspartner:

Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim






Politische Bildungsangebote

  • Spezielle Angebote für Spätaussiedler
  •  Projekte für jüdische Zuwanderer
  •  Politische Bildungsangebote für Flüchtlinge

Sprachen ( Deutsch, Russisch, Englisch, Tschetschenisch, Arabisch)



Seminare - Workshops

  • Friedliches Zusammenleben von Christen, Juden und Muslime im Land Brandenburg
  • "Antisemitismus – Erfahrungen, Informationen, Argumente"
  • Deutschland ist ein demokratisches Land
  • "Zusammenleben"
  • “Wie schütze ich mich vor Diskriminierung?”
  • AGG Gesetz

In Migrantenorganisationen

 

  • Spezielle Projekte für tschetschenische Flüchtlinge
  • Spezielle Projekte für syrische Flüchtlinge


Migrantenorganisationen in Brandenburg

(Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen, Religionsgemeinschaften), 

in erster Linie in den Jüdischen Gemeinden, wird das Verständnis für politische Sachverhalte gefördert, das demokratische Bewusstsein gefestigt und die Bereitschaft zu politischer Mitarbeit gestärkt.





Weitere Möglichkeiten Antidiskriminierungsberatung

Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

Steigende Fallzahlen antisemitischer Gewalt und der Mangel an entsprechenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Menschen, die Antisemitismus erfahren, bilden den Hintergrund der Beratungsstelle OFEK. Die kostenfreie Einzelfallberatung nach antisemitischen Vorfällen und die pädagogische Beratung von Organisationen/Einrichtungen sind dabei die zentralen Aufgabenfelder.  

Die Beratung von Jugendlichen und Familien im Kontext Schule ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Arbeit von OFEK.  

Persönliche Beratungsgespräche nach Vereinbarung.

Anfragen können jederzeit unter der folgenden Mail gestellt werden. Wir nehmen jede Beschwerde entgegen.





beratung@zwst-kompetenzzentrum.de

Bundesweite telefonische Hotline:

Montag 16 - 18 Uhr

Dienstag 12 - 14 Uhr

Mittwoch 12 - 14 Uhr

Tel.: (+49) (0)30 610 80 458

oder

Tel.: (+49) (0)176 458 755 32